Zeit für Entschleunigung – religiöse Fastenzeiten

Fastenzeit bedeutet nicht nur „auf etwas verzichten“.

Viele Menschen essen in dieser Zeit kein Fleisch, keinen Zucker oder trinken keinen Alkohol. Beim Ramadan essen und trinken sie tagsüber gar nichts. Aber Fasten ist mehr als nur nichts essen oder trinken.

Es ist auch eine Zeit, in der man merkt, wie gut es einem eigentlich geht. Man denkt bewusster über Essen und Trinken nach und ist dankbarer dafür. Man erinnert sich daran, dass es viele Menschen gibt, die nicht genug zu essen haben oder kein sauberes Wasser bekommen. Durch das Fasten zeigt man Mitgefühl mit ihnen.

Die Fastenzeit ist also nicht nur eine Zeit des Verzichts. Sie kann Menschen näher zusammenbringen. Sie hilft uns zu verstehen, dass unser Wohlstand nicht selbstverständlich ist. Am Ende gewinnen wir dadurch mehr, als wir für kurze Zeit aufgeben.

Auch ohne Religion kann man so leben. Jeder kann zum Beispiel sein Smartphone öfter weglegen, mehr Zeit mit anderen Menschen verbringen oder dankbar sein, dass er nicht hungrig ins Bett gehen muss.

Wichtig ist: Wer gesundheitliche Probleme hat oder schwanger ist, sollte nicht streng oder extrem fasten, sondern vorher mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen.

Einen schönen Fastenmonat,

wünscht das Team der Allgemeinmedizin Gries

Für den Inhalt verantwortlich ist Diätologin Glettler Nathalie, BSc.

Allgemeinmedizin Gries